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1. November 2024 – Calan Gaeaf

Calan Gaeaf ist ein traditioneller walisischer Feiertag, der jedes Jahr am 1. November gefeiert wird und den Übergang von Herbst zu Winter markiert. Diese Festlichkeit hat ihre Wurzeln in der keltischen Kultur und teilt viele Ähnlichkeiten mit Samhain, dem irischen und schottischen Vorläufer von Halloween.

Calan Gaeaf ist ein traditioneller walisischer Feiertag, der jedes Jahr am 1. November gefeiert wird und den Übergang von Herbst zu Winter markiert. Diese Festlichkeit hat ihre Wurzeln in der keltischen Kultur und teilt viele Ähnlichkeiten mit Samhain, dem irischen und schottischen Vorläufer von Halloween. Während Halloween eher als fröhliches und kostümbetontes Fest gefeiert wird, erinnert Calan Gaeaf stärker an die spirituellen und mystischen Traditionen, die in Wales tief verwurzelt sind. Der Name des Tages setzt sich aus den walisischen Worten „Calan“ (erster Tag) und „Gaeaf“ (Winter) zusammen und bedeutet „Erster Wintertag“.

Historisch gesehen war Calan Gaeaf der Tag, an dem die Menschen glaubten, dass die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Geisterwelt besonders dünn sei. Diese Vorstellung, dass die Seelen der Toten die Welt der Lebenden betreten könnten, führte zu einer Atmosphäre von Ehrfurcht und auch Vorsicht. Es war eine Zeit, um die Ahnen zu ehren, Schutzrituale durchzuführen und sich von der Dunkelheit nicht überwältigen zu lassen. So nutzte man Feuer und Fackeln, um böse Geister abzuschrecken, und entzündete große Lagerfeuer, die als symbolischer Schutz für die Gemeinschaft dienten.

Calan Gaeaf ist auch heute noch in Wales lebendig, wenn auch die Art und Weise des Feierns sich verändert hat. Kinder ziehen sich verkleidet an und feiern den Vorabend, „Nos Calan Gaeaf“ genannt, was als die „Geisternacht“ oder „Ysbrydnos“ bekannt ist. Besonders bemerkenswert ist die Figur der „Hwch Ddu Gwta“, eines kopflosen schwarzen Schweins, das angeblich durch die Nacht streift und diejenigen verfolgt, die zu lange draußen bleiben. Dieser Aberglaube, der Kindern Angst einflößen und sie dazu bewegen sollte, sich nachts nicht herumzutreiben, ist eine von vielen überlieferten Geschichten, die Calan Gaeaf zu einem faszinierenden Fest für die walisische Kultur machen.

Ein weiteres wichtiges Ritual, das einst während Calan Gaeaf gepflegt wurde, waren die sogenannten „Coelcerthi“ oder Wahrsagfeuer. Die Dorfbewohner versammelten sich um ein großes Feuer und warfen weiße Steine mit ihren Namen in die Glut. Am nächsten Morgen überprüften sie, ob ihre Steine noch da waren; fehlte ein Stein, glaubte man, dass die betreffende Person das nächste Jahr nicht überleben würde. Dieser Brauch veranschaulicht das tiefe Vertrauen in Zeichen und Symbole und zeigt, wie eng Leben und Tod in der alten keltischen Kultur miteinander verknüpft waren.

Calan Gaeaf ist somit mehr als nur ein traditioneller Herbsttag; es ist eine spirituelle Feier, die das walisische Erbe ehrt und die Verbindung zur Natur, zu den Vorfahren und zur Gemeinschaft stärkt. Auch wenn die moderne Welt viele der alten Traditionen aufgeweicht hat, lebt der Geist des Calan Gaeaf in Wales weiter und inspiriert Menschen, die Mystik und Magie ihrer Vorfahren zu bewahren.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Klaus Störtebeker wird bei Helgoland besiegt (1401). Hamburger Staatsarchiv Gemeinfrei: Gemeinfrei | Gemeinfrei
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  • Pinup-Frau-Lippenstift-Pose: Canva | Canva

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