Am 21. Juli wird der Invite an Alien to Live with You Day begangen, zu Deutsch etwa Tag des außerirdischen Mitbewohners. Dieser Feiertag wurde 2003 von der US-amerikanischen Künstlerin und Cartoonistin Stephanie A. Smith ins Leben gerufen. Die Idee dahinter ist ebenso skurril wie charmant: Was wäre, wenn ein außerirdisches Wesen plötzlich vor der Tür stünde und man es einlädt, bei sich zu wohnen?
Der Tag spielt mit bekannten Motiven der Science-Fiction-Kultur. Zahlreiche Filme, Serien und Bücher thematisieren die Begegnung zwischen Menschen und fremden Lebensformen. Oft dienen diese Geschichten dazu, menschliche Werte und Schwächen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der freundliche Außerirdische, der unsere Welt nicht kennt und mit Verwunderung auf unsere Gewohnheiten blickt, ist ein beliebtes erzählerisches Mittel, um gesellschaftliche Eigenheiten mit ironischer Distanz zu beleuchten. Werke wie E.T., Alf oder Der Mann, der vom Himmel fiel nutzen genau diesen Effekt.
Der Tag des außerirdischen Mitbewohners lässt sich als augenzwinkernde Einladung verstehen, das eigene Leben einmal mit den Augen eines Wesens zu betrachten, das keinerlei Vorwissen über unsere Welt besitzt. Wie würden wir unser Zuhause erklären? Welche Regeln gelten bei uns? Was würden wir als Erstes zeigen und was lieber verbergen?
Im weiteren Sinne kann der Tag auch dazu anregen, über Nähe, Zusammenleben und Gastfreundschaft nachzudenken. Nicht im politischen oder sozialen Sinn, sondern ganz im Privaten. Wie bereit sind wir, unsere gewohnten Abläufe zu verändern, um Platz für ein neues Wesen zu schaffen? Wie geduldig wären wir mit jemandem, der unsere Sprache nicht spricht, unsere Kultur nicht kennt und vielleicht ganz anders denkt?
Natürlich bleibt das Ganze ein Gedankenspiel. Doch gerade die spielerische Überhöhung macht den Reiz dieses Feiertags aus. Wer möchte, kann den Tag kreativ begehen: mit einer kleinen Zeichnung, einer Kurzgeschichte oder einem symbolischen Stuhl am Esstisch. Vielleicht reicht auch ein Blick in den Sternenhimmel und ein stiller Gruß an all das, was wir noch nicht kennen und vielleicht niemals verstehen werden.

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