Am 26. Oktober begeht Österreich seinen Nationalfeiertag, der an den Tag erinnert, an dem die österreichische Neutralität in Kraft trat. Dieser Beschluss wurde 1955 vom Nationalrat gefasst, nachdem Österreich den Staatsvertrag unterzeichnet hatte, der das Ende der Besatzung durch die vier Alliierten Mächte nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutete. Der Nationalfeiertag ist seit 1965 ein gesetzlicher Feiertag und löste den vormaligen Tag der Fahne ab, der am 25. Oktober begangen wurde.
Der Nationalfeiertag ist ein Anlass, um die Geschichte und die Identität Österreichs zu würdigen, aber auch um die Zukunft des Landes zu gestalten. An diesem Tag finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Vielfalt und das Engagement der österreichischen Gesellschaft zeigen. Zum Beispiel gibt es einen Tag der offenen Tür in den Amtsräumen des Bundespräsidenten, eine Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz, eine Angelobung von Rekruten vor dem Parlament, eine Kranzniederlegung am Äußeren Burgtor, eine Festveranstaltung im Konzerthaus und viele weitere kulturelle und sportliche Angebote.
Der Nationalfeiertag ist auch ein Symbol für die Rolle Österreichs in der internationalen Gemeinschaft. Als neutraler Staat hat Österreich sich der Friedenssicherung und der Menschenrechtsförderung verschrieben. Österreich ist ein aktiver Teil der Europäischen Union und der Vereinten Nationen und unterstützt zahlreiche humanitäre und diplomatische Initiativen. Der Nationalfeiertag ist daher eine Gelegenheit, um die Werte und die Verantwortung Österreichs zu bekräftigen und zu feiern.
