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2. Juli 2002 – Erste Umrundung der Erde in einem Heißluftballon

Am 2. Juli 2002 schrieb der amerikanische Abenteurer Steve Fossett Luftfahrtgeschichte. Als erster Mensch umrundete er allein in einem Heißluftballon die Erde.

Am 2. Juli 2002 schrieb der amerikanische Abenteurer Steve Fossett Luftfahrtgeschichte. Als erster Mensch umrundete er allein in einem Heißluftballon die Erde. Die Reise begann am 19. Juni im australischen Northam und endete nach über 33.000 Kilometern mit einer sicheren Landung in Queensland. Fossett verbrachte dabei mehr als zwei Wochen ununterbrochen in der Luft; es war ein Triumph des menschlichen Willens und der Technik.

Geboren wurde James Stephen Fossett am 22. April 1944 in Jackson, Tennessee. Aufgewachsen ist er in Kalifornien, wo er schon früh eine Begeisterung für Technik, Natur und Abenteuer entwickelte. Nach seinem Wirtschaftsstudium an der Stanford University und einem MBA in New York arbeitete er als Finanzmakler. Dort wurde er reich, doch nicht das Vermögen bestimmte sein Leben; es war die Suche nach dem Außergewöhnlichen.

Seit den 1980er-Jahren widmete sich Fossett ganz dem Extremsport. Er schwamm durch den Ärmelkanal, fuhr Hundeschlittenrennen in Alaska, segelte über Ozeane und flog in verschiedenen Fluggeräten immer wieder an die Grenze des technisch Machbaren. Besonders faszinierte ihn die Ballonfahrt, obwohl sie mit vielen Risiken verbunden war. Mehrfach versuchte er, die Erde im Ballon zu umrunden, scheiterte jedoch an Stürmen, Defekten oder unvorhersehbaren Wetterlagen.

Der „Spirit of Freedom“, ein spezieller heliumgefüllter Ballon mit druckgeregelter Kabine, war schließlich sein Schlüssel zum Erfolg. Der Start erfolgte in Westaustralien. Die Route führte über den Pazifik, Südamerika, den Südatlantik, Afrika und den Indischen Ozean zurück zum fünften Kontinent. Während der gesamten Reise war Fossett auf sich allein gestellt; die Kommunikation war lückenhaft, die Temperaturen extrem, der Schlaf begrenzt.

Am 2. Juli 2002 erreichte er wieder australischen Boden. Die Landung nahe Lake Yamma Yamma in Queensland markierte das Ende eines der spektakulärsten Einzelunternehmen in der Geschichte der Luftfahrt. Steve Fossett wurde als Pionier gefeiert, der mit Ausdauer und Disziplin eine jahrzehntelange Herausforderung bewältigte.

Doch Fossett war nie zufrieden mit einem erreichten Ziel. In den folgenden Jahren stellte er weitere Rekorde auf, unter anderem im Segelflug und im Motorflug. Auch auf den Weltmeeren setzte er neue Bestmarken. Im Jahr 2007 startete er zu einem privaten Flug über Nevada und kehrte nicht zurück. Erst mehr als ein Jahr später wurden Wrackteile seines Flugzeugs gefunden.

Steve Fossett hinterließ über 100 anerkannte Weltrekorde. Vor allem aber bleibt er als Symbol für Entdeckergeist und Beharrlichkeit in Erinnerung. Seine Solo-Weltumrundung im Ballon war nicht nur ein technisches Meisterstück; sie war ein Ausdruck eines tiefen menschlichen Bedürfnisses, Grenzen zu überschreiten und Neuland zu betreten.

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