Heute, am 10. Juli, hätte Nikola Tesla seinen Geburtstag gefeiert. Der kroatische Erfinder und Physiker gilt als einer der bedeutendsten Pioniere der Elektrotechnik und hat zahlreiche Neuerungen auf diesem Gebiet hervorgebracht. Sein Lebenswerk ist jedoch oft in Vergessenheit geraten oder von anderen überschattet worden.
Nikola Tesla wurde am 10. Juli 1856 in dem Dorf Smiljan in der Lika unweit von Gospić im heutigen Kroatien geboren. Seine Eltern waren serbischstämmig und gehörten der serbisch-orthodoxen Kirche an. Sein Vater war Priester und seine Mutter war eine begabte Hausfrau, die viele Gedichte und Bibelverse auswendig kannte. Tesla hatte drei Schwestern und einen älteren Bruder, der aber schon im Alter von zwölf Jahren bei einem Reitunfall starb.
Tesla besuchte die Grundschule und das Gymnasium in Karlovac, wo er sich schon früh für Naturwissenschaften und Technik interessierte. Er experimentierte mit verschiedenen Geräten, wie einer Vakuum-Pumpe, die er selbst konstruierte. Er wollte ursprünglich Maschinenbau studieren, aber sein Vater bestand darauf, dass er Priester werden sollte. Tesla erkrankte schwer an Cholera und sein Vater versprach ihm, dass er ihn studieren lassen würde, wenn er überlebte.
Tesla nahm ein Studium an der Technischen Hochschule in Graz auf, wo er sich vor allem mit der Gramme-Maschine beschäftigte, einem damals neuartigen Gleichstromgenerator. Er war jedoch unzufrieden mit dem Lehrplan und den Methoden der Professoren und brach sein Studium ab, ohne einen Abschluss zu machen. Er arbeitete als Maschinenbauer in verschiedenen Städten, bis er 1882 nach Paris ging, um für die Continental Edison Company zu arbeiten.
Dort entwickelte er seine ersten Patente für Verbesserungen an Gleichstrommotoren und Generatoren. Er wurde von seinem Arbeitgeber nach New York geschickt, um dort Thomas Edison zu treffen, der als der führende Elektroingenieur seiner Zeit galt. Edison war beeindruckt von Teslas Fähigkeiten, stellte ihn ein und bot ihm an, ihm 50.000 Dollar zu zahlen, wenn er seine Gleichstrommaschinen verbessern könnte.
Tesla arbeitete hart an dem Projekt, aber als er Edison um die versprochene Belohnung bat, sagte dieser ihm, dass es nur ein Scherz gewesen sei. Tesla kündigte daraufhin enttäuscht und gründete seine eigene Firma, die Tesla Electric Light & Manufacturing Company. Er erfand eine neue Art von Lichtbogenlampe, die auf Wechselstrom basierte, aber seine Investoren waren nicht daran interessiert und entließen ihn.
Tesla musste eine Zeit lang als Grabungsarbeiter arbeiten, um sich über Wasser zu halten. Er bekam jedoch bald eine neue Chance, als er George Westinghouse kennenlernte, der ebenfalls an Wechselstrom interessiert war. Westinghouse kaufte Teslas Patente für die Wechselstromübertragung und bezahlte ihm eine hohe Lizenzgebühr pro verkaufter Maschine.
Mit dem Geld von Westinghouse konnte Tesla sein eigenes Labor in New York aufbauen, wo er weitere Erfindungen machte, wie die Teslaspule, einen Transformator für Hochspannung und Hochfrequenz; den Tesla-Transformator, einen Generator für Wechselstrom mit variabler Frequenz; den Tesla-Schwingkreis, einen Resonanzkreis für drahtlose Energieübertragung; den Tesla-Oszillator, einen mechanischen Vibrator für Erdbebenexperimente; und den Tesla-Turbinenmotor, einen Motor ohne Kolben oder Ventile.
Tesla war auch ein Pionier der drahtlosen Kommunikation und baute eine Anlage in Colorado Springs, um Radiowellen zu erforschen. Er behauptete später, dass er Signale vom Mars empfangen habe. Er plante auch ein großes Projekt namens Wardenclyffe Tower, das eine weltweite drahtlose Energieversorgung ermöglichen sollte. Er bekam jedoch keine finanzielle Unterstützung mehr von Westinghouse oder anderen Investoren, die seine Ideen für zu utopisch hielten.
Tesla verbrachte seine letzten Jahre in verschiedenen Hotels in New York, wo er an verschiedenen Projekten arbeitete, die nie realisiert wurden, wie eine Strahlenwaffe, ein Flugzeug mit vertikalem Start und Landung, eine Maschine zur Nutzung der kosmischen Energie und eine Theorie der Schwerkraft. Er litt an verschiedenen psychischen Problemen, wie Zwangsstörungen, Paranoia und Halluzinationen. Er starb am 7. Januar 1943 im Alter von 86 Jahren an Herzversagen. Er hinterließ keine Familie oder Freunde und wurde in einem serbisch-orthodoxen Friedhof in New Jersey begraben.

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- Empfang für Alfred Biolek zum 85. Geburtstag: Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 International