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11. Juli 1934 – Geburtstag Giorgio Armani

Die Welt der Mode steht still und applaudiert einem der größten Designer unserer Zeit: Giorgio Armani feiert heute seinen Geburtstag.

Am 11. Juli wird an den Geburtstag von Giorgio Armani erinnert. Der italienische Modedesigner prägte über fünf Jahrzehnte hinweg den internationalen Kleidungsstil und machte aus einem kleinen Modeunternehmen einen weltweit bekannten Konzern. Armani, der am 4. September 2025 im Alter von 91 Jahren in Mailand starb, veränderte mit seinen Entwürfen die Vorstellungen von Eleganz und moderner Geschäftskleidung.

Giorgio Armani wurde am 11. Juli 1934 im norditalienischen Piacenza geboren. Seine Kindheit fiel in die Jahre des Zweiten Weltkriegs und der schwierigen Nachkriegszeit. Zunächst interessierte er sich für Medizin und studierte mehrere Jahre an der Universität Mailand. Nach dem Abbruch des Studiums und seinem Militärdienst begann er 1957 im Mailänder Kaufhaus La Rinascente zu arbeiten. Dort war er zunächst für Schaufensterdekorationen zuständig und wechselte später in den Einkauf der Herrenmode. In den 1960er Jahren entwarf Armani für den italienischen Modeschöpfer Nino Cerruti Herrenbekleidung. Daneben arbeitete er zunehmend als freier Designer für verschiedene Modefirmen.

Eine entscheidende Rolle in seinem Leben spielte Sergio Galeotti, den Armani Ende der 1960er Jahre kennenlernte. Galeotti erkannte früh das geschäftliche Potenzial des Designers und bestärkte ihn darin, sich selbstständig zu machen. Am 24. Juli 1975 gründeten beide in Mailand die Giorgio Armani S.p.A. Noch im selben Jahr wurden die ersten Kollektionen vorgestellt. Armani verband hochwertige Verarbeitung mit einer zurückhaltenden, alltagstauglichen Form der Eleganz. Statt steifer Anzüge mit schweren Einlagen entwarf er weiche, teilweise ungefütterte Jacken, die dem Körper mehr Bewegungsfreiheit ließen. Gedeckte Farben wie Grau, Beige, Dunkelblau und das später als „Greige“ bezeichnete Gemisch aus Grau und Beige wurden zu seinen Markenzeichen.

Armanis Entwürfe veränderten sowohl die Herrenmode als auch die Kleidung berufstätiger Frauen. Seine locker geschnittenen Anzüge wirkten gepflegt, ohne förmlich oder einengend zu sein. Frauenkleidung erhielt durch Hosenanzüge, klare Schultern und fließende Stoffe eine neue Form sachlicher Eleganz. Armani übernahm dabei Elemente der klassischen Herrenmode, ohne seine Modelle wie bloße Kopien männlicher Kleidung erscheinen zu lassen. Dieser Stil passte zur veränderten Arbeitswelt der 1970er und 1980er Jahre und beeinflusste die Geschäftsmode über Jahrzehnte.

Den internationalen Durchbruch brachte 1980 der Film „Ein Mann für gewisse Stunden“, dessen Originaltitel „American Gigolo“ lautet. Hauptdarsteller Richard Gere trug darin eine umfangreiche Garderobe von Armani. Die lässigen Anzüge und Hemden wurden zu einem wesentlichen Teil der Wirkung des Films und machten den Namen Armani besonders in den Vereinigten Staaten bekannt. Später stattete der Designer zahlreiche weitere Filmproduktionen aus. Zudem erkannte er früh die Bedeutung von Hollywood und der großen Preisverleihungen für die Modewerbung. Schauspieler wie Jodie Foster, George Clooney, Julia Roberts und Sophia Loren trugen seine Kleidung auf roten Teppichen.

Nach dem Tod Sergio Galeottis im Jahr 1985 führte Armani das Unternehmen allein weiter. Anders als viele andere italienische Modehäuser verkaufte er keine Anteile an internationale Luxuskonzerne. Er blieb bis zu seinem Tod der bestimmende Eigentümer, Geschäftsführer und kreative Leiter seines Unternehmens. Neben der Hauptmarke entstanden weitere Linien wie Emporio Armani, Armani Jeans und Armani Exchange. Das Angebot wurde auf Parfüm, Kosmetik, Brillen, Uhren, Möbel und Einrichtungsgegenstände ausgeweitet. Hinzu kamen Restaurants, Hotels in Dubai und Mailand sowie das Engagement beim Mailänder Basketballverein Olimpia Milano. Zuletzt erzielte die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.

Für seine Arbeit erhielt Armani zahlreiche Auszeichnungen. Der amerikanische Modeverband CFDA ehrte ihn 1983 als besten internationalen Designer und verlieh ihm 1987 einen Preis für sein Lebenswerk in der Herrenmode. Im Jahr 2000 erhielt er den italienischen Filmpreis David di Donatello für seinen Beitrag zum Kino. Zwei Jahre später wurde er zum Sonderbotschafter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen ernannt. Armani unterstützte außerdem soziale und kulturelle Projekte und eröffnete 2015 mit dem Armani/Silos in Mailand ein eigenes Ausstellungszentrum für sein Werk.

Bis ins hohe Alter kontrollierte Armani Kollektionen, Werbekampagnen und Modenschauen persönlich. Erst im Juni 2025 fehlte er aus gesundheitlichen Gründen erstmals bei einer seiner Mailänder Präsentationen. Nach seinem Tod ging das Modehaus in eine neue Führungsphase über. Langjährige Mitarbeiter und Familienmitglieder führen die verschiedenen Kollektionen weiter; seine Nichte Silvana Armani verantwortet unter anderem die Damenmode und die Haute-Couture-Linie Armani Privé. Giorgio Armanis wichtigste Leistung bleibt jedoch unabhängig von einzelnen Produkten bestehen: Er befreite den klassischen Anzug von seiner Starrheit und machte eine zurückhaltende, bequeme Eleganz zu einem weltweit verstandenen Stil.

Bild: Shutterstock | Shutterstock

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  • George,Gershwin,(1898-1937),,American,Composer,,Portrait,By,Carl,Van,Vechten,: Shutterstock | Shutterstock
  • Herbert Wehner: Bundesarchiv, Bild 175-Z02-00866 | CC BY-SA 3.0 Unported

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