Am 24. Juli 2025 verstarb Hulk Hogan, mit bürgerlichem Namen Terry Gene Bollea, im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Clearwater, Florida. Laut offiziellen Angaben der örtlichen Polizei erlitt er gegen 9:51 Uhr morgens einen Herzstillstand. Rettungskräfte versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren. Wenige Stunden später wurde er im Krankenhaus für tot erklärt. Sein Tod kam für viele überraschend, noch zwei Tage zuvor hatte sein enger Freund und Manager Jimmy Hart betont, Hogan sei gesundheitlich „in phänomenaler Verfassung“. Auch seine Ehefrau Sky Daily hatte Medienberichten zufolge erklärt, er sei auf dem Weg der Besserung nach einer Nackenoperation.
Hulk Hogan war weit mehr als nur ein Wrestler. Er war ein weltweites Phänomen, eine popkulturelle Ikone und das Gesicht des professionellen Wrestlings in den 1980er- und 1990er-Jahren. Sein Image des muskulösen, blondgelockten All-American-Helden in gelben Shorts und mit donnernder Stimme prägte eine ganze Ära. Mit seiner „Hulkamania“-Bewegung und Schlagworten wie „Train, say your prayers, eat your vitamins“ wurde er zur Identifikationsfigur für Millionen von Fans weltweit. Legendär wurde unter anderem sein Auftritt bei WrestleMania III im Jahr 1987, als er vor über 93.000 Zuschauern den über zwei Meter großen André the Giant schultern und zu Boden bringen konnte, ein Moment, der in die Geschichte des Wrestlings einging.
Insgesamt gewann Hogan zwölf Weltmeistertitel und trat in mehreren der größten Promotions der Welt auf, darunter die damalige WWF (heute WWE) und die WCW. Besonders seine überraschende Kehrtwende 1996, als er sich der Gruppierung „New World Order“ anschloss und damit vom Publikumsliebling zur Rolle des Bösewichts wechselte, markierte einen Wendepunkt im Wrestling-Geschäft. Als „Hollywood Hogan“ prägte er die sogenannte Attitude-Ära entscheidend mit.
Auch außerhalb des Rings machte Hogan Karriere. Er trat in Filmen wie Rocky III oder Mr. Babysitter auf, war Star der Reality-Serie Hogan Knows Best und wurde zur Werbefigur zahlreicher Marken. Sein Name war auch in den späten Jahren untrennbar mit dem Begriff „Wrestling“ verbunden. Die WWE nahm ihn 2005 in ihre Hall of Fame auf, später wurde er wegen eines rassistischen Skandals ausgeschlossen, 2020 jedoch wieder aufgenommen, auch als Teil der nWo.
Hogans Leben war nicht frei von Skandalen: Neben dem erwähnten Rassismusvorwurf machte ein öffentlich gewordener Sexfilm Schlagzeilen, der in einem langjährigen Rechtsstreit mit dem Internetportal Gawker mündete. Hogan gewann, Gawker ging in der Folge insolvent. Trotz dieser Schattenseiten blieb er eine zentrale Figur im Wrestling, zuletzt auch als Unternehmer. So hatte er gemeinsam mit Partnern den Start einer neuen Wrestling-Promotion namens „Real American Freestyle“ geplant. Der erste Event war für den 30. August 2025 in Cleveland angesetzt, Hogan sollte als Commissioner auftreten.
Der plötzliche Tod Hogans löste weltweit Anteilnahme aus. Die WWE erklärte in einer Stellungnahme, man trauere um einen der größten Stars der Wrestling-Geschichte und eine der bekanntesten Figuren der Popkultur. Weggefährten wie Ric Flair, Dana White, Charlotte Flair und Brutus Beefcake äußerten ihre Trauer öffentlich. Auch aus dem Showgeschäft kamen Würdigungen, unter anderem von Sylvester Stallone, der mit Hogan in Rocky III gedreht hatte.
Mit dem Tod von Hulk Hogan verlor die Wrestling-Welt eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten. Seine Erfolge, sein Charisma und seine unverkennbare Erscheinung machten ihn über Jahrzehnte hinweg zu einem der bekanntesten Sport-Entertainer der Welt. Trotz aller Kontroversen bleibt sein Einfluss auf das Wrestling-Genre unbestritten. Hogan verkörperte die Gratwanderung zwischen Held und Antiheld und prägte damit eine Ära, die ohne ihn undenkbar wäre.
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