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12. September 1975 – Wish You Were Here von Pink Floyd erscheint

Am 12. September 1975 erschien in Großbritannien das Album "Wish You Were Here" von Pink Floyd. Nur drei Tage später folgte die Veröffentlichung in den USA.

Am 12. September 1975 erschien in Großbritannien das Album „Wish You Were Here“ von Pink Floyd. Nur drei Tage später folgte die Veröffentlichung in den USA. Die Band hatte nach dem überwältigenden Erfolg von „The Dark Side of the Moon“ einen Erwartungsdruck zu bewältigen, wie ihn nur wenige Künstler zuvor erlebt hatten. In den Abbey Road Studios in London entstand ein Werk, das sich in seiner Tiefe und emotionalen Kraft von den meisten Rockproduktionen der Zeit unterschied.

Thematisch kreist das Album um Entfremdung, Verlust und den Preis des Ruhms. Besonders eindringlich spürt es dem Schicksal von Syd Barrett nach, dem früheren Gitarristen und Gründer der Band, der aufgrund psychischer Probleme schon Jahre zuvor ausgestiegen war. „Shine On You Crazy Diamond“, in zwei Teilen über das Album verteilt, ist als Hommage an ihn gedacht. Die Legende will es, dass Barrett während der Aufnahmen plötzlich im Studio erschien, von den Bandmitgliedern kaum wiedererkannt, was der ohnehin schon melancholischen Grundstimmung zusätzliche Schwere verlieh.

Musikalisch führt das Album den atmosphärisch-dichten und experimentellen Stil von Pink Floyd weiter. Lange Instrumentalpassagen, sphärische Gitarren und Synthesizer-Klänge verweben sich mit wenigen, aber prägnanten Texten. Der Titelsong „Wish You Were Here“ ist zu einer der bekanntesten Balladen der Rockgeschichte geworden. Mit seiner Schlichtheit hebt er sich von den sonst großflächig angelegten Kompositionen ab und wirkt gerade durch seine direkte Emotionalität.

Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Das Album stieg sowohl in Großbritannien als auch in den USA auf Platz 1 der Charts und gilt seither als ein Höhepunkt der Rockmusik. In Kritikerumfragen landet es regelmäßig unter den besten Alben aller Zeiten. Darüber hinaus hat es sich in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben: „Wish You Were Here“ ist heute weit mehr als nur ein Albumtitel. Er steht als Synonym für Sehnsucht und Erinnerung, ein Ausdruck für das Fehlen eines Menschen, der einst nahe stand.

Bis heute ist das Werk fester Bestandteil der Popkultur. Generationen von Musikern nennen es als prägenden Einfluss, unzählige Coverversionen und Neuinterpretationen zeugen von seiner Reichweite. Auch fast fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung wirkt es aktuell, weil es universelle Fragen behandelt: nach Nähe und Distanz, nach Sinnsuche in einer von Kommerz bestimmten Welt und nach der Vergänglichkeit des Lebens.

„Wish You Were Here“ war mehr als ein Nachfolger eines großen Erfolges. Es wurde selbst zu einem Monument, das Pink Floyd endgültig in den Rang von Musiklegenden erhob und dessen Wirkung bis in die Gegenwart nachhallt.

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