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24. September 1920 – Todestag Peter Carl Fabergé

Er war einer der berühmtesten Juweliere der Welt, der mit seinen kunstvollen Schmuckstücken die Zaren und die Reichen begeisterte. Heute vor 104 Jahren, am 24. September 1920, starb Peter Carl Fabergé.

Am 24. September erinnert man sich an Peter Carl Fabergé, den Goldschmied, der mit seinen kostbaren Ostereiern Weltruhm erlangte. Geboren 1846 in Sankt Petersburg als Sohn eines deutsch-baltischen Handwerkers, wurde er früh in die Kunst des Goldschmiedens eingeführt. Seine Ausbildung führte ihn nicht nur in die Werkstätten Russlands, sondern auch nach Frankfurt, Paris und Florenz. Als er die väterliche Werkstatt übernahm, verwandelte er sie mit künstlerischem Ehrgeiz und organisatorischem Geschick in ein Unternehmen von internationalem Rang. Fabergé starb 1920 in Lausanne im Schweizer Exil, nach den Umbrüchen der Revolution, die ihm Werkstatt und Heimat genommen hatten.

Seine größte Berühmtheit verdankt er den kunstvollen Ostereiern, die er für den russischen Zarenhof fertigte. Zwischen 1885 und 1917 entstanden insgesamt 69 dieser Objekte, die sich zwischen Schmuckstück, mechanischem Wunderwerk und symbolträchtiger Miniatur bewegten. Sie bestanden aus Gold, Emaille und Edelsteinen, enthielten kleine Überraschungen und zeichneten sich durch eine nie wiederholte Gestaltung aus. Von den 69 Eiern wurden 50 als kaiserliche Geschenke bestellt, 44 von ihnen haben die Zeiten überstanden. Insgesamt sind heute 61 Fabergé-Eier bekannt, die über Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt verteilt sind. Unter Nikolaus II. wurden in manchen Jahren gleich zwei Exemplare gefertigt, um sowohl die Zarin als auch die Zarenmutter zu beschenken. Nur 1904 und 1905 kam die Serie zum Stillstand, als Krieg und politische Unruhen das Zarenreich erschütterten.

Die Preise, die Fabergé damals erzielte, lagen weit über dem Üblichen. Das Mosaik-Ei von 1914 kostete 28.300 Rubel, mehr als das Jahresgehalt mancher Minister. Auch heute sind die Werke von unschätzbarem Wert. Das Winter-Ei von 1913, mit 1.660 Diamanten verziert, erzielte 1994 in Genf rund 5,6 Millionen US-Dollar und wurde 2002 in New York für etwa 9,6 Millionen verkauft. Das Rothschild-Ei, ursprünglich ein Privatauftrag, brachte 2007 bei Christie’s in London 8,9 Millionen Pfund ein, damals ein Rekord für ein russisches Kunstwerk. Selbst in jüngerer Zeit erreichen die Preise Rekordhöhen: 2021 wurde ein Fabergé-Ei in London für fast neun Millionen Pfund versteigert.

Die nüchternen Zahlen verdeutlichen die Faszination, die von diesen Kunstwerken ausgeht. Von den 69 gefertigten Exemplaren sind nur 61 erhalten, und dennoch haben sie einen Mythos geschaffen, der bis heute anhält. Fabergés Name steht für eine verschwundene Welt, für die verschwenderische Pracht des Zarenhofes und für eine Handwerkskunst, die ihresgleichen sucht. Ein Jahrhundert nach seinem Tod ist er mehr denn je ein Symbol dafür, wie sehr Kunst den Glanz einer Epoche überdauern kann.

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