Der Tag des Gedichts ist eine jährliche Feier der Dichtung in Großbritannien, die am ersten Donnerstag im Oktober stattfindet. Das Ziel dieser Kampagne ist es, die Menschen dazu zu ermutigen, Gedichte zu lesen, zu schreiben, zu teilen und zu genießen.
Der Tag des Gedichts (National Poetry Day) wurde 1994 gegründet und hat sich zu einem der größten literarischen Ereignisse des Landes entwickelt, an dem Schulen, Bibliotheken, Buchhandlungen, Verlage und Medien teilnehmen.
Der Tag wird von der Organisation Forward Arts Foundation koordiniert, die auch den bekannten Forward Prize for Poetry verleiht. Jedes Jahr steht der Tag unter einem bestimmten Motto, das als thematische Klammer für Lesungen, Schulaktionen, Radio- und Fernsehbeiträge sowie zahlreiche Veranstaltungen in Bibliotheken und Buchhandlungen dient. Schulen in ganz Großbritannien greifen den Tag auf, um Kinder und Jugendliche an Gedichte heranzuführen, oft verbunden mit Wettbewerben oder Projekten, die eigene Kreativität anregen sollen.
Der Tag ist mittlerweile fest im kulturellen Kalender verankert. BBC, Zeitungen und Literaturfestivals nehmen ihn regelmäßig zum Anlass, Dichter vorzustellen oder neue Anthologien zu veröffentlichen. Auch die sozialen Medien spielen eine wachsende Rolle; über Hashtags wie #NationalPoetryDay verbreiten sich Zitate und Eigenkreationen schnell und tragen dazu bei, dass Lyrik eine große Reichweite bekommt.
Wichtig ist zudem, dass der Tag des Gedichts nicht nur klassische Literatur feiert, sondern auch moderne Formen wie Performance Poetry, Spoken Word oder Rap einbezieht. Damit zeigt er, dass Dichtung ein lebendiger Teil der Alltagskultur ist und weit über die gedruckte Buchseite hinausgeht.

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