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7. Dezember 1949 – Geburtstag Tom Waits

Der US-amerikanische Sänger, Komponist, Schauspieler und Autor Tom Waits feiert heute, am 7. Dezember, seinen Geburtstag.

Der US-amerikanische Sänger, Komponist, Schauspieler und Autor Tom Waits feiert heute seinen Geburtstag. Waits gilt als einer der einflussreichsten und innovativsten Musiker seiner Generation, der sich konsequent den Hörerwartungen eines breiten Publikums verweigert hat. Seine Musik verbindet Elemente aus Blues, Jazz, Folk, Rock, Vaudeville und Avantgarde zu einem unverwechselbaren Stil, der von seiner charakteristischen rauen Stimme getragen wird. Seine Texte erzählen oft von den Schattenseiten der amerikanischen Gesellschaft, von Außenseitern, Verlierern und Träumern.

Waits wurde am 7. Dezember 1949 in Pomona, Kalifornien, geboren und wuchs in Whittier und Chula Vista auf. Sein Vater war ein alkoholkranker Lehrer, der die Familie verließ, als Waits zehn Jahre alt war. Seine Mutter war ebenfalls Lehrerin und streng puritanisch. Waits begann schon früh, sich für Musik zu interessieren, vor allem für Bob Dylan, die Beat Generation und den Blues. Er lernte Gitarre und Klavier spielen und trat als junger Mann auf dem San Diego Folk Festival auf. 1972 zog er nach Los Angeles, wo er als Songwriter arbeitete und einen Plattenvertrag mit Asylum Records bekam.

Seine ersten Alben waren Closing Time (1973) und The Heart of Saturday Night (1974), die von einem jazzigen und melancholischen Sound geprägt waren und seine lyrische Beschäftigung mit dem Nachtleben, der Armut und der Kriminalität widerspiegelten. Er tourte mehrmals durch die USA, Europa und Japan und erlangte größere Anerkennung und Erfolg mit Small Change (1976), Blue Valentine (1978) und Heartattack and Vine (1980). Er produzierte auch den Soundtrack für Francis Ford Coppolas Film One from the Heart (1981) und hatte Cameo-Auftritte in mehreren Coppola-Filmen. 1980 heiratete er Kathleen Brennan, trennte sich von seinem Manager und seinem Plattenlabel und zog nach New York City.

Mit Brennans Ermutigung und häufiger Zusammenarbeit verfolgte er eine experimentellere und eklektischere musikalische Ästhetik, die von den Werken von Harry Partch und Captain Beefheart beeinflusst war. Dies spiegelte sich in einer Reihe von Alben wider, die von Island Records veröffentlicht wurden, darunter Swordfishtrombones (1983), Rain Dogs (1985) und Frank’s Wild Years (1987). Er setzte seine Filmkarriere fort, spielte unter anderem die Hauptrolle in Jim Jarmuschs Down by Law (1986) und trat auch in Theaterproduktionen auf. Mit dem Theaterregisseur Robert Wilson produzierte er die Musicals The Black Rider (1990) und Alice (1992), die zuerst in Hamburg aufgeführt wurden.

Er kehrte in den 1990er Jahren nach Kalifornien zurück und veröffentlichte drei Alben, Bone Machine (1992), The Black Rider (1993) und Mule Variations (1999), die ihm zunehmende Kritikerlob und mehrere Grammy Awards einbrachten. Ende der 1990er Jahre wechselte er zum Plattenlabel ANTI-, das Blood Money (2002), Alice (2002), Real Gone (2004) und Bad as Me (2011) veröffentlichte. Trotz eines Mangels an kommerziellem Erfolg hat Waits viele Musiker beeinflusst und eine internationale Fangemeinde gewonnen. Mehrere Biografien wurden über ihn geschrieben, darunter Lowside of the Road: A Life of Tom Waits von Barney Hoskyns.

Waits ist bekannt für seinen Humor, seine Originalität und seine Ablehnung von Konventionen. Er hat sich immer wieder gegen Urheberrechtsverletzungen gewehrt, die seine Musik für Werbezwecke missbrauchen wollten. Er hat auch seine künstlerische Integrität bewahrt, indem er sich weigerte, seine Musik zu verändern, um einem breiteren Publikum zu gefallen. Einmal sagte er: „Ich mag schöne Melodien, die alte Leute zum Weinen bringen. Ich mag es, wenn ein Lied etwas in dir bewegt. Ich mag gute Texte und schöne Geschichten. Ich mag es, wenn ein Sänger so singt, als ob er sein Leben riskiert.“

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