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28. April 1838 – Gründung Firma Pelikan

Am 28. April 1838 erschien in Hannover die erste Preisliste einer Farben- und Tintenfabrik, die der Chemiker Carl Hornemann aufgebaut hatte. Dieses Datum gilt bis heute als Gründungstag von Pelikan.

Am 28. April 1838 erschien in Hannover die erste Preisliste einer Farben- und Tintenfabrik, die der Chemiker Carl Hornemann aufgebaut hatte. Dieses Datum gilt bis heute als Gründungstag von Pelikan. Die Anfänge waren bescheiden, aber typisch für das 19. Jahrhundert: Künstlerfarben, Tinten und Schreibmittel wurden noch häufig importiert; Hornemann wollte sie in verlässlicher Qualität selbst herstellen.

Zur Marke Pelikan wurde das Unternehmen erst unter Günther Wagner. Er kam 1863 in die Firma, übernahm sie 1871 und gab ihr jenes Zeichen, das später weltbekannt wurde: den Pelikan aus seinem Familienwappen. 1878 wurde die Bildmarke eingetragen und gehört damit zu den ältesten deutschen Markenregistrierungen.

Unter Fritz Beindorff, der Ende des 19. Jahrhunderts die Leitung übernahm, wuchs Pelikan zu einem international bekannten Hersteller von Schul-, Büro- und Künstlerbedarf. Neben Tinten kamen Kopier-, Stempel-, Klebe- und Radierprodukte hinzu. Besonders die Tinte 4001 wurde zu einem Klassiker, der den Namen weit über Deutschland hinaus bekannt machte.

1929 begann ein neues Kapitel: Pelikan stellte seinen ersten Füllfederhalter vor. Der grün marmorierte Schaft wurde zu einem Erkennungszeichen der Marke. 1931 folgte der erste Deckfarbkasten, 1960 der Pelikano, der für Generationen von Schülern zum ersten richtigen Füller wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Pelikan eng mit Schule, Schreiben und Zeichnen verbunden. 1973 wurde die Schreibgeräteproduktion nach Peine-Vöhrum verlegt. Dort werden bis heute Produkte hergestellt. In den siebziger Jahren kamen außerdem Tintenkiller wie Super Pirat hinzu.

Die jüngere Geschichte war unruhiger. Pelikan blieb zwar eine starke Marke, wechselte aber mehrfach die Eigentümerstruktur. 2014 übernahm das Unternehmen die Herlitz PBS AG und führte damit Marken wie Herlitz und Geha zusammen. Ende 2023 wurde die Pelikan Group an die Groupe Hamelin verkauft.

Seit 2025 vertreibt Groupe Hamelin die Marken Pelikan und Herlitz in Deutschland selbst. Damit ging eine lange eigenständige Unternehmensgeschichte zu Ende, während die Marke erhalten blieb.

Aus der kleinen hannoverschen Farben- und Tintenfabrik ist eine Marke geworden, die mehrere Epochen deutscher Schreibkultur begleitet hat: vom Tintenfass über den Schulfüller bis zum modernen Büro- und Künstlerbedarf. Pelikan steht heute nicht mehr für ein unabhängiges Familienunternehmen aus Hannover, aber noch immer für eine der bekanntesten deutschen Schreibwarenmarken.

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