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7. Mai 1946 – Gründung Sony

Am 7. Mai 1946 wurde in den Trümmern des vom Krieg gezeichneten Tokio ein Unternehmen gegründet, das später zu einem der bedeutendsten Technologiekonzerne der Welt werden sollte: Sony.

Am 7. Mai 1946 wurde in den Trümmern des vom Krieg gezeichneten Tokio ein Unternehmen gegründet, das später zu einem der bedeutendsten Technologiekonzerne der Welt werden sollte: Sony. Was als kleine Elektronikwerkstatt mit gerade einmal 20 Mitarbeitern begann, ist heute ein globaler Unterhaltungskonzern mit Milliardenumsätzen und einer tiefgreifenden Prägung der Popkultur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschten in Japan Mangel und Unsicherheit. In dieser Zeit gründeten der Physiker Masaru Ibuka und der Unternehmer Akio Morita das Unternehmen Tokyo Tsushin Kogyo K.K. – übersetzt etwa: „Tokio Telekommunikationsingenieurgesellschaft“. Ihr Ziel: innovative Elektronik für den zivilen Alltag zu entwickeln. 1950 brachte die Firma Japans erstes Tonbandgerät auf den Markt. Bereits 1955 folgte das erste tragbare Transistorradio Japans, das Totsuko auch außerhalb Japans bekannt machte.

Der Name „Sony“ wurde 1958 eingeführt – ein Kunstwort, das sich aus dem lateinischen „sonus“ (Klang) und dem amerikanischen Slangausdruck „sonny boy“ zusammensetzt. Der neue Name spiegelte das Selbstverständnis des Unternehmens wider: jugendlich, international, klangvoll.

Sony entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zum Synonym für technische Innovation. 1979 revolutionierte das Unternehmen die Musikwelt mit dem Walkman; einem tragbaren Kassettenspieler, der Millionen Menschen eine neue Art des Musikhörens ermöglichte. Weitere Meilensteine folgten: die Compact Disc (in Zusammenarbeit mit Philips), die erste 8-mm-Videokamera, und in den 1990er Jahren schließlich die Einführung der PlayStation, mit der Sony den Videospielmarkt eroberte.

Besonders die PlayStation-Reihe entwickelte sich zu einem der wichtigsten Geschäftszweige des Unternehmens. Die 1994 erschienene erste Generation wurde über 100 Millionen Mal verkauft. Heute zählt die PlayStation 5 zu den beliebtesten Konsolen weltweit und steht im Zentrum eines riesigen Gaming-Ökosystems.

Neben Unterhaltungselektronik baute Sony auch seine Aktivitäten in anderen Bereichen aus. In den 1980er Jahren stieg das Unternehmen in das Filmgeschäft ein; unter anderem durch die Übernahme von Columbia Pictures. Auch im Musikgeschäft gehört Sony Music zu den weltweit größten Plattenfirmen und betreut Künstler verschiedenster Genres.

Sony erlebte in den 2000er-Jahren jedoch auch Rückschläge. Der digitale Wandel und die starke Konkurrenz aus Südkorea, den USA und China setzten dem einstigen Elektronikgiganten zu. Geräte wie Smartphones, Fernseher oder Laptops wurden zunehmend von günstigeren oder technisch überlegeneren Produkten anderer Hersteller verdrängt.

In den letzten Jahren hat sich Sony erfolgreich neu positioniert. Der Konzern konzentriert sich stärker auf Software, Inhalte und Netzwerke; insbesondere rund um die PlayStation, das Musik- und Filmgeschäft sowie die Bildsensor-Technologie, die heute in vielen Smartphones zum Einsatz kommt. Auch im Bereich künstliche Intelligenz und Virtual Reality investiert Sony gezielt in neue Technologien.

Sony erzielte im abgelaufenen vollständig berichteten Geschäftsjahr 2024, abgeschlossen am 31. März 2025 12,957 Billionen Yen Umsatz, umgerechnet grob rund 78 bis 80 Milliarden Euro, je nach Wechselkurs. Mit Hauptsitz in Tokio und Niederlassungen auf allen Kontinenten bleibt das Unternehmen ein zentraler Akteur in der Welt der Unterhaltung, Technik und Medien.

Was 1946 in einem zerstörten Land mit einer Idee begann, ist heute ein weltumspannender Konzern, der Generationen mit Musik, Bildern und Spielen geprägt hat. Sony steht nicht nur für technische Erfindungskraft, sondern auch für die Fähigkeit, sich stets neu zu erfinden. Die Geschichte dieses Unternehmens ist ein eindrucksvolles Kapitel japanischer Innovationskraft; und sie ist noch lange nicht zu Ende.

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