Am 9. Mai 1949 wurde William Martin Joel in der Bronx, New York, geboren. Heute feiert der US-amerikanische Sänger, Pianist und Komponist seinen Geburtstag; und mit ihm eine ganze Generation, die seine Songs als Soundtrack ihres Lebens empfindet. Billy Joel gehört zu den erfolgreichsten Solo-Künstlern der Popgeschichte, mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern weltweit.
Joel wuchs in Long Island auf, sein Vater war ein klassisch ausgebildeter Pianist, der aus Deutschland in die USA emigriert war. Schon früh zeigte sich Billys musikalisches Talent; zunächst am Klavier, später in verschiedenen Bands. Der große Durchbruch gelang ihm 1973 mit dem Album Piano Man, dessen gleichnamiger Song bis heute als seine inoffizielle Hymne gilt.
Es folgten Jahrzehnte voller Hits: Just the Way You Are, Movin’ Out, She’s Always a Woman, Uptown Girl und We Didn’t Start the Fire sind nur einige seiner Klassiker. Joel verstand es wie kaum ein anderer, eingängige Melodien mit erzählerischen Texten zu verbinden; oft melancholisch, manchmal bissig, immer eingängig. Seine Musik ist dabei stilistisch vielseitig: Pop, Rock, Jazz und klassische Elemente finden sich in seinem Werk ebenso wie gesellschaftskritische Töne.
Trotz des Erfolgs blieb Joel ein eigenwilliger Künstler. Nach seinem zwölften Studioalbum River of Dreams (1993) entschloss er sich, keine neuen Popalben mehr zu veröffentlichen. Stattdessen wandte er sich der klassischen Musik zu, komponierte Werke für Orchester und trat weiterhin regelmäßig live auf. Besonders seine Konzertreihe im New Yorker Madison Square Garden, wo er seit 2014 ein monatliches „residency“-Konzert spielt, wurde zur Legende; sie endete erst 2024 nach über 100 Auftritten.
Privat führte Billy Joel ein wechselhaftes Leben. Viermal verheiratet, darunter mit dem Model Christie Brinkley, mit der er eine Tochter hat. Auch gesundheitlich hatte er mit Rückschlägen zu kämpfen, unter anderem durch Alkoholprobleme, über die er offen sprach. Dennoch blieb er eine feste Größe im Musikgeschäft; und eine Symbolfigur der amerikanischen Songkultur.
Sein Beitrag zur Musik wurde vielfach gewürdigt: sechs Grammy Awards, eine Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame und der Kennedy-Preis für sein Lebenswerk sind nur einige der Auszeichnungen. Auch politische und gesellschaftliche Themen blieben ihm nie fremd; Billy Joel äußerte sich wiederholt kritisch zu Entwicklungen in den USA, hielt sich dabei aber stets aus parteipolitischer Vereinnahmung heraus.
Mit knapp 80 Jahren ist Billy Joel noch immer aktiv; auf der Bühne wie im Leben. Er verkörpert eine Ära, die von handgemachter Musik, erzählten Geschichten und der Kraft des Liedes geprägt war. Und er beweist: Große Songs altern nicht. Sie werden, wie ihr Schöpfer, nur reifer.

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