Der Tag des Rock ’n’ Roll (National Day of Rock ’n’ Roll) steht jedes Jahr am 7. Juli im Kalender. Als Initiator wird Christina Alexander genannt, die den Tag 2020 eingeführt haben soll, um Rock ’n’ Roll als Musikrichtung und kulturelles Phänomen zu würdigen.
Die Wurzeln des Rock ’n‘ Roll liegen vor allem im Rhythm and Blues, im Blues, Gospel, Jazz, Boogie-Woogie und Country. In den späten 1940er und frühen 1950er Jahren entwickelte sich daraus in den Vereinigten Staaten ein neuer, stark rhythmischer Stil, der besonders durch Tanzbarkeit, Backbeat, elektrische Gitarren, Klavier, Saxofon und kurze, eingängige Songformen geprägt war.
Viele Grundlagen kamen aus afroamerikanischen Musiktraditionen, zugleich trugen weiße Musiker dazu bei, den Stil einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Diese Verbindung machte Rock ’n’ Roll musikalisch wirksam, führte aber auch zu Diskussionen über Aneignung, Vermarktung und gerechte Anerkennung der ursprünglichen Künstler.
Zu den prägenden Namen der frühen Jahre zählen Chuck Berry, Little Richard, Fats Domino, Bo Diddley, Sister Rosetta Tharpe, Elvis Presley, Buddy Holly, Jerry Lee Lewis und Bill Haley. Ihre Aufnahmen veränderten die Popmusik dauerhaft. Rock ’n’ Roll wurde zum Sound einer jungen Generation, die sich von älteren Unterhaltungsmustern abgrenzte. Radio, Schallplatte, Jukebox und später das Fernsehen beschleunigten die Verbreitung.
Aus dem Rock ’n’ Roll entwickelte sich ab den 1960er Jahren die breitere Rockmusik mit zahlreichen Stilrichtungen, darunter Beat, Hardrock, Punk, Heavy Metal, Alternative Rock und Indie. Der Aktionstag am 7. Juli erinnert deshalb nicht nur an eine historische Musikphase, sondern auch an deren Nachwirkungen. Rock ’n’ Roll steht für eine Entwicklung, die Musik, Mode, Sprache, Jugendkultur und Konzertkultur bis heute beeinflusst.
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