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4. April 2025 – 404-Tag

Am heutigen 4. April begehen Netzaktivisten weltweit den sogenannten "404-Tag" (404 Day).

Am heutigen 4. April begehen Netzaktivisten weltweit den sogenannten „404-Tag“ (404 Day). Benannt nach dem bekannten Internet-Fehlercode „404 – Seite nicht gefunden“, steht dieser Tag symbolisch für die vielen Informationen, auf die Nutzer nicht mehr zugreifen können – sei es durch staatliche Zensur, Netzsperren oder algorithmische Filter. Der Tag ruft dazu auf, die Bedeutung eines freien und offenen Internets ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Die „404“-Fehlermeldung erscheint, wenn eine Webseite nicht aufrufbar ist – etwa weil sie gelöscht wurde, der Link fehlerhaft ist oder der Zugang technisch blockiert wird. Was zunächst wie ein alltäglicher Fehler wirkt, ist für viele Internetnutzer in autoritären Staaten bittere Realität. Dort sind ganze Plattformen oder kritische Inhalte gezielt unzugänglich gemacht worden. Aber auch in westlichen Demokratien wird zunehmend über Netzsperren, Uploadfilter und andere Kontrollmechanismen diskutiert.

Der 404-Tag geht auf eine Initiative der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) zurück. Am 4. April 2013 rief sie erstmals zu einem Aktionstag gegen Internetzensur auf – insbesondere gegen die Praxis, in amerikanischen Schulnetzwerken bestimmte Webseiten per Filtersoftware zu blockieren, darunter auch Seiten zu Themen wie religiöse oder politische Bewegungen.

Seither wird der Tag genutzt, um auf verschiedene Formen der Informationsunterdrückung aufmerksam zu machen – von algorithmischer Unsichtbarkeit bis zu staatlicher Blockade.

Zahlreiche Organisationen, Bildungseinrichtungen und Aktivisten nutzen den 404-Tag, um Workshops, Vorträge oder Social-Media-Kampagnen zu organisieren. Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie fragil der Zugang zu Informationen im digitalen Zeitalter ist – und wie wichtig es ist, ihn zu schützen.

In Deutschland wird der Tag vor allem von netzpolitischen Initiativen wie dem Chaos Computer Club oder Digitalcourage begleitet. Themen wie die Netzneutralität, Datenschutz und Meinungsfreiheit im Netz stehen dabei im Vordergrund.

Der 404-Tag ist kein offizieller Feiertag. Es gibt keine Demonstrationen, keine Paraden. Und doch ist er ein stilles, digitales Mahnmal. Er erinnert daran, dass Informationen nicht selbstverständlich sind – und dass ein freies Internet ein Gut ist, für das es sich einzusetzen lohnt. Denn: Wo Wissen fehlt, da beginnt die Kontrolle. Und wo Seiten verschwinden, da schweigt die Wahrheit.

Bildquellen auf dieser Seite:

  • Herz Jesu – Canva: Canva | Canva
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