Am 30. November 1835 wurde einer der berühmtesten amerikanischen Schriftsteller geboren: Mark Twain, der Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Sein Leben war ebenso abenteuerlich wie seine Werke, die von Humor, Realismus und Gesellschaftskritik geprägt sind.
Mark Twain, der eigentlich Samuel Langhorne Clemens hieß, kam am 30. November 1835 in Florida, Missouri zur Welt. Er wuchs in der Kleinstadt Hannibal am Mississippi River auf, die später die Kulisse für seine berühmtesten Romane bildete. Als er elf Jahre alt war, starb sein Vater und er begann eine Ausbildung als Schriftsetzer bei einer Zeitung. Er veröffentlichte erste kurze Artikel unter verschiedenen Pseudonymen, bevor er sich 1863 für Mark Twain entschied, eine Flussschiffer-Ansage, die “zwei Faden” bedeutet.
Mark Twain war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Reisender, Journalist, Goldgräber, Lotse, Verleger und Erfinder. Er bereiste den Westen der USA, Europa, den Nahen Osten und Australien. Er schrieb Reportagen, Essays, Kurzgeschichten, Reiseberichte und Romane. Er war ein Freund von Nikola Tesla, Ulysses S. Grant und Helen Keller. Er war ein Kritiker von Sklaverei, Imperialismus und Rassismus. Er war ein Meister der Ironie, des Sarkasmus und der Satire.
Seine bekanntesten Werke sind Die Abenteuer des Tom Sawyer (1876) und Die Abenteuer des Huckleberry Finn (1884), die als Klassiker der amerikanischen Literatur gelten. Sie erzählen von den Erlebnissen zweier Jungen, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit auflehnen und die Freiheit suchen. Sie sind voller Spannung, Witz und Sprachkunst. Sie sind aber auch scharfe Porträts der amerikanischen Gesellschaft vor dem Bürgerkrieg, die von Gewalt, Vorurteilen und Heuchelei geprägt ist.
Mark Twain starb am 21. April 1910 in Redding, Connecticut, kurz nach dem Erscheinen des Halleyschen Kometen, den er als Zeichen seines Todes gedeutet hatte. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, das bis heute gelesen, zitiert und verfilmt wird. Er gilt als einer der größten amerikanischen Schriftsteller und als einer der einflussreichsten Humoristen der Weltliteratur. Er hat Generationen von Lesern und Autoren inspiriert und beeinflusst. Er hat uns gezeigt, dass Literatur nicht nur unterhalten, sondern auch aufklären und verändern kann. Er hat uns gelehrt, die Welt mit einem kritischen und humorvollen Blick zu betrachten. Er hat uns ein Geschenk gemacht, das wir an seinem Geburtstag dankbar annehmen und weitergeben sollten.
In den letzten Jahren gab es immer wieder Kontroversen zwischen Vertretern der sogenannten „politischen Korrektheit“ und Zensurgegnern. Hintergrund war die Neuauflage des bekanntesten Romans des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain „Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Das vielgebrauchte Wort „Nigger“ wurde durch „Sklave“ ersetzt, auch verschiedene andere Änderungen wurden vorgenommen. Der kleine New South Books Verlag begründete die Neuauflage mit der drohenden Zensur durch amerikanische Bildungseinrichtungen. Andernfalls drohe das Werk Twains aus dem Unterrichtmaterial amerikanischer Schulen und Universitäten entfernt zu werden, teilte der Verlag aus Montgomery (Alabama) mit. Der Direktor des Mark-Twain-Museums in Hartford (Conneticut) Jeff Nichols sagte über die Zensur der Werke Mark Twains: „Das Wort „Nigger“ mag schrecklich sein, mag verletzend sein, aber es gibt einen Grund dafür, dass es da ist.“

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