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15. Mai 2026 – Tag des Asphalts

Der Tag des Asphalts (Asphalt Day) wird am 15. Mai begangen. Er ist ein junger, deutlich von der Branche geprägter Aktionstag.

Der Tag des Asphalts (Asphalt Day) wird am 15. Mai begangen. Er ist ein junger, deutlich von der Branche geprägter Aktionstag: Das Asphalt Institute rief ihn ein, um auf die Bedeutung von Asphalt im Alltag hinzuweisen, von Straßen und Brücken bis zu Dächern und Startbahnen. Die Mitglieder des Instituts beschlossen 2023, den Tag jährlich sichtbar zu machen; öffentlich beworben wurde er ab 2024.

Asphalt ist allerdings weit älter als der Aktionstag. Seine Geschichte beginnt nicht erst mit der modernen Straße, sondern mit natürlichem Bitumen. In Mesopotamien wurde es schon in der Antike als Dichtstoff, Mörtel und Schutzschicht verwendet. Es machte Wasserbecken, Bauten und Boote haltbarer; auch die Phönizier nutzten es zum Abdichten von Schiffen. In Babylon ist um 625 vor Christus einer der frühesten bekannten Einsätze im Straßenbau belegt.

Auch Griechen und Römer kannten den Stoff. Der Begriff Asphalt geht auf das Griechische zurück und wurde mit Festigkeit und Sicherheit verbunden. Die Römer nutzten bitumenhaltige Materialien unter anderem zum Abdichten von Bädern, Wasserleitungen und Speichern. Lange blieb Asphalt jedoch vor allem dort wichtig, wo natürliche Lagerstätten zugänglich waren. Erst mit Industrialisierung, Erdölverarbeitung und wachsendem Verkehr wurde daraus ein Baustoff der Moderne.

Im 19. Jahrhundert begann Asphalt in europäischen und amerikanischen Städten eine neue Rolle zu spielen. Pflasterstraßen waren laut, staubig und schwer sauber zu halten. Asphaltdecken galten als glatter, hygienischer und besser für den zunehmenden Verkehr geeignet. Mit dem Automobil wurde daraus ein Massenbaustoff. Straßen mussten belastbarer, gleichmäßiger und schneller reparierbar werden. Asphalt erfüllte diese Anforderungen besser als viele ältere Bauweisen.

Heute ist Asphalt ein Gemisch aus Gesteinskörnungen und Bitumen als Bindemittel. Er wird für Straßen, Wege, Parkplätze, Brückenbeläge, Flughäfen und Dächer verwendet. In den USA sind nach Angaben der Asphaltbranche rund 94 Prozent der Straßen mit Asphalt befestigt; auch bei Dachmaterialien spielt er dort eine große Rolle.

Die moderne Debatte dreht sich jedoch nicht mehr nur um Haltbarkeit und Kosten, sondern auch um Ressourcen. Alter Asphalt kann abgefräst, aufbereitet und erneut eingebaut werden. Die US-Straßenbaubehörde FHWA fördert Recyclingverfahren, sofern sie wirtschaftlich, umweltverträglich und technisch zuverlässig sind. In Europa setzt die Branche zudem stärker auf temperaturreduzierte Mischverfahren, bei denen Asphalt etwa 20 bis 40 Grad kühler hergestellt und eingebaut werden kann als klassischer Heißasphalt.

Der Tag des Asphalts erinnert damit an einen Baustoff, der meist erst auffällt, wenn er fehlt: bei Schlaglöchern, Baustellen, Staus oder beschädigten Wegen. Seine Geschichte reicht von den antiken Städten Mesopotamiens bis zur Kreislaufwirtschaft der Gegenwart. Asphalt ist kein spektakuläres Material, aber eines der Grundlagenmaterialien moderner Mobilität.

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