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4. Juni 2026 – Tag des Käses

Am 4. Juni wird insbesondere in den USA der Tag des Käses (National Cheese Day) gefeiert.

Am 4. Juni wird insbesondere in den USA der Tag des Käses (National Cheese Day) gefeiert. Dieser Tag existiert schon seit über 100 Jahren, genau seit dem Jahr 1914. Er wurde erstmals in Monroe, Wisconsin in den Vereinigten Staaten eingeführt.

Ursprünglich feierte man den Tag des Käses alle zwei Jahre mit einer großen Veranstaltung in Monroe, Die verschiedenen Festlichkeiten umfassen unter anderem eine zweistündige Parade, traditionelle schweizerisch-deutsche Musik (Walzer und Polkas), Clubstände, Kunsthandwerk, Karussells, Restaurants und lokale Speisen zum Genießen. Die Veranstaltung dauert tatsächlich länger als nur den National Cheese Day, nämlich ein ganze Wochenende über, und jedes Mal besuchen mehr als 100.000 Menschen die Veranstaltung.

Käse ist eines der ältesten und beliebtesten Lebensmittel der Menschheit. Er wird aus Milch hergestellt, die durch Gerinnung und Pressung in eine feste Masse verwandelt wird. Die Geschichte des Käses reicht bis in die Steinzeit zurück, als die Menschen begannen, Milchtiere zu halten und zu melken. Der erste Käse war vermutlich zufällige Entdeckungen, als Hirten Milch in Tiermägen aufbewahrten und diese durch das Enzym Lab gerinnen ließen.

Seitdem hat sich die Kunst der Käseherstellung stetig weiterentwickelt und verfeinert. Mittlerweile gibt es etwa 1.400 verschiedene Käsesorten auf der Welt, die sich in Form, Farbe, Geschmack, Textur und Reifung unterscheiden. Jede Region hat ihre eigenen Traditionen und Spezialitäten, die von den lokalen Bedingungen und Vorlieben beeinflusst sind.

Von den gängigen und bekannten Sorten wie Brie, Gouda oder Cheddar bis hin zu einigen weniger bekannten und eigenartigeren Sorten wie Burrata oder Lancashire-Käse gibt es unzählige Käsearten. Es wird sogar gemunkelt, dass in New York Käse aus menschlicher Milch verkauft wird!

Da wir hier beim Kalender für Besserwisser sind, lohnt sich ein Blick auf einige Käsesorten, die sicher nicht jeder kennt. Der Olmützer Quargel aus Tschechien ist zum Beispiel für seinen sehr kräftigen Geruch bekannt. Er stammt aus Mähren, ist nach der Stadt Olmütz benannt und wird seit Jahrhunderten hergestellt.

Aus Spanien kommt Murcia al Vino, auch als Drunken Goat Cheese bekannt. Dabei handelt es sich um einen halbfesten Ziegenkäse, der einige Zeit in Rotwein reift und dadurch seine besondere Farbe und sein Aroma erhält. Ganz anders ist Gjetost aus Norwegen: Dieser bräunliche Käse wird aus Kuh- und Ziegenmilch hergestellt, sieht fast ein wenig wie Schokolade aus und schmeckt leicht süßlich, beinahe nach Karamell.

Noch ungewöhnlicher ist Casu Marzu aus Sardinien. Der Schafskäse wird mithilfe von Käsefliegenlarven fermentiert, wodurch er eine sehr weiche, fast flüssige Konsistenz bekommt. Wegen der lebenden Larven ist er umstritten und in vielen Ländern nicht zugelassen, gilt auf Sardinien aber bis heute als traditionelle Spezialität.

Zu den seltensten Käsesorten der Welt zählt Pule aus Serbien. Er wird aus der Milch von Balkan-Eseln hergestellt, unter anderem im Naturschutzgebiet Zasavica. Für ein Kilogramm Käse werden große Mengen Eselsmilch benötigt, was ihn entsprechend teuer macht. Und auch Deutschland hat eine ausgesprochen besondere Spezialität zu bieten: den Würchwitzer Milbenkäse aus Sachsen-Anhalt. Er reift mit Hilfe von Käsemilben, die sein Aroma prägen und ihn zu einer der ungewöhnlichsten Käsesorten Europas machen.

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