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18. Juli 1968 – Gründung Intel

Intel wurde am 18. Juli 1968 von Gordon E. Moore und Robert Noyce als Moore-Noyce Electronics in Mountain View, Kalifornien gegründet.

Intel ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Hersteller von Mikroprozessoren für Computer, Smartphones und andere Geräte. Doch wie begann die Geschichte dieses Technologie-Riesen?

Intel wurde am 18. Juli 1968 von Gordon E. Moore und Robert Noyce als Moore-Noyce Electronics in Mountain View, Kalifornien gegründet, nachdem sie Fairchild Semiconductor verlassen hatten. Moore und Noyce waren zuvor an der Entwicklung des ersten integrierten Schaltkreises beteiligt, der die Grundlage für die moderne Elektronik bildete. Während sich Fairchild und Texas Instruments über das Urheberrecht stritten, gründete Noyce mit Moore die Firma Intel. Bald darauf wurde auch Andy Grove eingestellt, der das Unternehmen in den 1980er und 1990er Jahren leitete.

Das Ziel der Firma war es, Arbeitsspeicher für Computer auf Halbleiterbasis zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Das erste Produkt der Firma war ein bipolares 64-bit-Schottky-RAM, das im April 1969 unter der Produktbezeichnung „Intel 3101“ vorgestellt wurde. Intel gelang es jedoch, sich mit seinen MOS-Speicherchips gegen die Konkurrenz durchzusetzen, die schneller, billiger und zuverlässiger waren als die bisherigen Technologien.

Neben Speicherchips begann Intel auch mit der Entwicklung von Mikroprozessoren, die die Rechenleistung eines Computers in einem einzigen Chip vereinten. Der erste Mikroprozessor von Intel war der Intel 4004, der 1971 für einen japanischen Taschenrechner-Hersteller entwickelt wurde. Der Intel 4004 hatte eine Taktfrequenz von 740 kHz und konnte 60.000 Operationen pro Sekunde ausführen. Der Durchbruch kam jedoch mit dem Intel 8080, der 1974 erschien und als erster echter Mikrocomputer-Prozessor gilt. Der Intel 8080 wurde unter anderem für den Altair 8800 verwendet, einen der ersten Heimcomputer.

Intel setzte seinen Erfolgskurs mit den x86-Prozessoren fort, die ab 1978 auf den Markt kamen und bis heute die dominierende Architektur für PC-Prozessoren sind. Mit dem Intel 8086 begann die Ära der 16-Bit-Prozessoren, die mit dem Intel 80286 (1982) und dem Intel 80386 (1985) fortgesetzt wurde. Der Intel 80386 war der erste 32-Bit-Prozessor von Intel und ermöglichte den Übergang vom DOS-Betriebssystem zu Windows. Mit dem Intel Pentium (1993) begann die Ära der superskalaren Prozessoren, die mehrere Befehle pro Taktzyklus ausführen konnten.

Intel wurde zum Marktführer im Bereich der PC-Prozessoren und profitierte vom Boom des Personal Computers in den 1980er und 1990er Jahren. Das Unternehmen führte auch eine erfolgreiche Marketing-Kampagne ein, die den Slogan „Intel Inside“ prägte und seine Produkte als Qualitätsmerkmal für Computer bewarb. Intel erweiterte sein Portfolio auch um andere Produkte wie Chipsätze, Grafikchips, Netzwerkkarten, Flash-Speicher und Embedded-CPUs.

Im Jahr 2000 erhielt Gordon Moore den Nobelpreis für Physik für seine Verdienste um die Entwicklung der integrierten Schaltkreise. Moore war auch der Urheber des berühmten „Moore’s Law“, das besagt, dass sich die Leistungsfähigkeit von integrierten Schaltkreisen etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Diese Regel hat sich über Jahrzehnte hinweg als erstaunlich zutreffend erwiesen und ist zu einem Leitmotiv für den technologischen Fortschritt geworden.

Intel gehört auch heute noch zu den größten und einflussreichsten Technologieunternehmen der Welt; allerdings mit spürbaren Veränderungen in seiner Marktstellung. Während das US-Unternehmen 2021 noch einen Umsatz von rund 79 Milliarden US-Dollar erzielte, lag dieser 2024 nur noch bei etwa 53,1 Milliarden. Der Rückgang spiegelt den Wandel im Halbleitermarkt wider, in dem sich die Kräfteverhältnisse in den vergangenen Jahren deutlich verschoben haben.

Auch die Marktkapitalisierung hat sich verändert: Während Intel 2022 phasenweise noch mit über 110 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, liegt der aktuelle Börsenwert im Juli 2025 bei rund 99 Milliarden. Damit bleibt Intel zwar eines der größten Halbleiterunternehmen weltweit, wurde aber im Gesamtwert und bei Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz längst von anderen überholt; allen voran Nvidia, das mittlerweile mit einer Marktkapitalisierung von über vier Billionen US-Dollar als wertvollster Halbleiterkonzern der Welt gilt.

Im Bereich klassischer PC-Prozessoren behauptet Intel dennoch weiterhin seine Führungsrolle. Etwa 68 Prozent Marktanteil im x86-Segment belegen, dass der Konzern aus Santa Clara trotz starker Konkurrenz durch AMD noch immer als Hauptlieferant für Desktop- und Notebook-Prozessoren gilt. Allerdings holen Wettbewerber wie AMD nicht nur technologisch, sondern auch hinsichtlich ihrer Marktpräsenz spürbar auf. Hinzu kommt, dass Apple mit der Entwicklung eigener Chips auf ARM-Basis neue Standards gesetzt hat, die den traditionellen x86-Markt weiter unter Druck setzen.

Parallel dazu gewinnen Auftragsfertiger wie TSMC und Chipdesigner wie Nvidia an Bedeutung, insbesondere in wachstumsstarken Bereichen wie Künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing oder Grafikverarbeitung. Während Intel versucht, mit neuen Fabriken und einem strategischen Kurswechsel als Foundry-Anbieter wieder aufzuholen, bleibt abzuwarten, ob dem Traditionskonzern ein nachhaltiger Turnaround gelingt. Klar ist jedoch: Auch wenn Intel nicht mehr die dominierende Stellung vergangener Jahre innehat, spielt das Unternehmen nach wie vor eine zentrale Rolle in der globalen Halbleiterindustrie.

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