Am 7. Mai 1957 erlebte Deutschland eine technologische Revolution, die den Alltag im Büro für immer verändern sollte. Auf der Büromaschinen-Fachausstellung in Hannover (Später wurde diese Messe übrigens zur „CeBIT“.) wurde die erste elektrische Schreibmaschine der Bundesrepublik vorgestellt, ein Meilenstein, der die Effizienz und Geschwindigkeit der Textverarbeitung erheblich steigerte.
Die Schreibmaschine wurde in Deutschland von der Firma Triumph-Adler entwickelt und war ein Meilenstein in der Geschichte der Bürotechnologie. Mit der elektrischen Schreibmaschine konnten Büroangestellte schneller und effizienter arbeiten, was die Produktivität steigerte und die Arbeit erleichterte.
Die Einführung der elektrischen Schreibmaschine war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur modernen Textverarbeitung. Sie ebnete den Weg für weitere Innovationen, wie den Kugelkopf und später den Computer, der die Tastaturbelegung der Schreibmaschine übernahm und viele ihrer Funktionen in die digitale Welt überführte.
Aber die Idee einer elektrischen Schreibmaschine ist wesentlich älter: Bereits 1714 ließ sich Henry Mill diese Idee patentieren. Im Jahr 1902 brachte George Blickensderfer in den USA die erste elektrische Schreibmaschine auf den Markt und war der Konkurrenz technisch um Jahrzehnte voraus. Doch leider konnte sich seine Erfindung nicht durchsetzen, da es in den einzelnen amerikanischen Bundesstaaten keine einheitliche Netzspannung gab.
Zwölf Jahre später baute James Fields Smathers seine eigene elektrische Schreibmaschine und schloss 1923 einen Vertrag mit der Northeast Electric Company. Das Unternehmen suchte neue Absatzmärkte für seine Elektromotoren, und Smathers‘ Schreibmaschine bot eine vielversprechende Gelegenheit. Die Produktion erreichte immerhin rund 2500 Stück.
1929 beschloss Northeast, auf eigene Faust weiterzumachen, und brachte den ersten Electromatic Typewriter auf den Markt. Inzwischen wurde auch General Motors auf die Schreibmaschinen aufmerksam. Das Unternehmen kaufte 1928 einen Teil von Northeast Electric und gründete die Electromatic Typewriters, Inc. für das Schreibmaschinengeschäft.
Dies wiederum weckte das Interesse von IBM, die das Unternehmen 1933 aufkaufte. Die Schreibmaschinen liefen fortan unter dem Namen IBM Electromatic. Diese Übernahme durch IBM und die Einführung der IBM Electromatic Schreibmaschine markierten einen Wendepunkt in der Geschichte der Schreibmaschinen und legten den Grundstein für die weitere Entwicklung der Bürotechnologie.

Bildquellen auf dieser Seite:
- Götz von Berlichingen vor Würzburg KI wn: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
- Titan_RT_longest-pedestrian-suspension-bridge-2361542 Public Domain: Public Domain | Public Domain
- Ludwig-van-Beethoven-wn-crop: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
- Deutsches Museum wn crop: Werner Niedermeier | Werner Niedermeier
- Ernst-Staengel-Eszet-Stuttgart-Stollwerk: Stollwerck | All Rights Reserved