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13. Juni 2026 – Tag des posttraumatischen Wachstums

Nicht jedes traumatische Erlebnis hinterlässt ausschließlich Spuren des Leids. Manche Menschen berichten im Rückblick von positiven Veränderungen, die sich aus der Auseinandersetzung mit schweren Erfahrungen ergeben haben.

Nicht jedes traumatische Erlebnis hinterlässt ausschließlich Spuren des Leids. Manche Menschen berichten im Rückblick von positiven Veränderungen, die sich aus der Auseinandersetzung mit schweren Erfahrungen ergeben haben. Diese Möglichkeit inneren Wachstums nach einem Trauma bezeichnet die Psychologie als posttraumatisches Wachstum. Der am 13. Juni begangene Tag des posttraumatischen Wachstums widmet sich diesem Phänomen und wurde 2023 von der Boulder Crest Foundation ins Leben gerufen. Die Wahl des Datums fällt bewusst in den amerikanischen PTSD Awareness Month, der sich der Aufklärung über posttraumatische Belastungsstörungen widmet. Der Kongress der Vereinigten Staaten unterstützte die Einführung des Gedenktages offiziell, um der öffentlichen Wahrnehmung eine zusätzliche Dimension hinzuzufügen.

Im Gegensatz zur oft medial betonten Vorstellung einer dauerhaften Traumatisierung hebt das Konzept des posttraumatischen Wachstums die Möglichkeiten hervor, wie Menschen durch die Bewältigung extrem belastender Situationen zu neuen Perspektiven und innerer Stärke finden können. Dieser Ansatz bedeutet keineswegs eine Verharmlosung traumatischer Ereignisse. Vielmehr beschreibt er eine reale Entwicklung, die sich unter bestimmten Umständen vollziehen kann. Die theoretischen Grundlagen dazu wurden in den 1990er-Jahren von den Psychologen Richard Tedeschi und Lawrence Calhoun entwickelt. Ihre Forschung zeigte, dass viele Betroffene nach einschneidenden Erfahrungen über eine tiefere Wertschätzung des Lebens, intensivere zwischenmenschliche Beziehungen oder eine veränderte Haltung zum eigenen Dasein berichten.

Der Tag des posttraumatischen Wachstums soll den öffentlichen Diskurs erweitern. Er macht darauf aufmerksam, dass nach einer Krise nicht nur die Verarbeitung des Erlebten, sondern auch die persönliche Weiterentwicklung im Mittelpunkt stehen kann. Diese Perspektive kann sowohl für Betroffene als auch für Fachkräfte im therapeutischen Umfeld von Bedeutung sein.

Der Tag ermutigt dazu, individuelle Geschichten des Wandels zu teilen, und fördert Programme, die Menschen auf diesem Weg begleiten. So wird der Aktionstag zu einem Anlass, die Möglichkeit von Heilung und Reifung nicht nur als individuelles, sondern auch als gesellschaftliches Anliegen zu begreifen.

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  • Golfcart wesley-tingey-tV90oAz-Z0w-unsplash: Unsplash+ | Unsplash+
  • Tim Allen shutterstock_1151478035 crop: Shutterstock | Shutterstock

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