Am 16. Juli findet in den USA der Tag des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum (Rural Transit Day) statt, ein Tag, an dem die Rolle und die Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum gefeiert und anerkannt werden. Der Rural Transit Day wurde 2019 von der American Public Transportation Association (APTA) ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs für die ländliche Bevölkerung zu schärfen.
Laut APTA nutzen jedes Jahr mehr als 140 Millionen Menschen den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum, um zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zu anderen Zielen zu gelangen. Der öffentliche Nahverkehr im ländlichen Raum bietet nicht nur Mobilität und Zugang, sondern auch wirtschaftliche Vorteile, indem er Arbeitsplätze schafft, den Tourismus fördert und die Umwelt schont.
Allerdings stehen die Anbieter von öffentlichem Nahverkehr im ländlichen Raum vor vielen Herausforderungen, wie z.B. begrenzten Ressourcen, alternder Infrastruktur, geringer Nachfrage und geografischen Barrieren. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, brauchen sie mehr Unterstützung von der Bundesregierung, den Bundesstaaten und den lokalen Gemeinden.
Hier sind für Besserwisser einige Statistiken zum öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum in Deutschland:
- Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) nutzen nur 8% der ländlichen Bevölkerung den ÖPNV für ihre täglichen Wege, während 60% den Pkw oder andere Kraftfahrzeuge verwenden.
- Die verkehrsbezogenen CO2-Emissionen pro Kopf sind in städtischen und ländlichen Räumen nahezu gleich hoch, obwohl die täglichen Wegstrecken auf dem Land länger sind.
- Die Pro-Kopf-Kosten für einen Infrastruktur- und Angebotsausbau des ÖPNV sind in ländlichen Räumen hoch, da die Siedlungsdichte gering und die Bündelbarkeit der Verkehrsströme schlecht ist.
- Der Bund unterstützt den ÖPNV in ländlichen Räumen durch verschiedene Förderprogramme, wie z.B. das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), das Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ oder das Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“.

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